Schwankende Eiweißgehalte im Getreide als Kenngröße der Wirtschaftlichkeit
Schwankende Eiweißgehalte im Getreide beeinflussen die Rationsabstimmung und Wirtschaftlichkeit erheblich. Die NIR-Amino Analyse liefert präzise Daten zu Inhaltsstoffen und sichert so eine bedarfsgerechte, effiziente Fütterung zur neuen Erntezeit.
Eiweißgehalt als bestimmende Größe einer Ration
Der Eiweißgehalt gilt neben dem Energiegehalt und dem Rohfasergehalt als eine der wichtigsten Kennzahlen in Hinsicht auf die Erstellung und Optimierung von Schweinerationen. Gesteuert wird der Rohproteingehalt in der Erstellung der angepassten Rationen durch den Einsatz der klassischen Eiweißfuttermittel, allen voran Soja. Auf Basis der Forderung von stickstoff- und phosphorreduzierten Rationen wird dem Rohproteingehalt nochmals eine Steigerung des Stellenwertes in der modernen Schweinefütterung zugesprochen. Vor allem der Einsatz von Soja soll durch die Fütterung von kristallinen Aminosäuren reduziert werden. Jedoch bietet die moderne Futtermittelanalytik weitaus mehr Stellschrauben als die Reduktion von Soja auf Basis der Ergänzung von Aminosäuren.
Inhaltsstoffe analysieren – Wirtschaftlichkeit maximieren
Jedoch nicht nur die klassischen Eiweißkomponenten wie Sojaextraktionsschrot haben einen immensen Einfluss auf den Proteingehalt einer Ration. Ein zumeist stark vernachlässigter Einflussfaktor in Bezug auf den Eiweißgehalt stellen die Energiefuttermittel wie Getreide und Mais dar. Die Qualitäten dieser können vor allem beim Einsatz von betriebseigenen Futtermitteln stark schwanken. In der Rationsberechnung werden wiederum hierzu oftmals Standardwerte, welche den Futterwerttabellen der unterschiedlichen Fachinstitute entnommen werden können, herangezogen.
Eine Auswertung der LFL-Bayern (siehe Tabelle) zeigt die Schwankungsbreite der Ernte 2024 deutlich. Beispielsweise wurden bei der Gerste in 472 Proben Eiweißgehalte zwischen 74-110 g/kg und bei 484 Weizenproben ein Rohproteingehalte von 78-153 g/kg festgestellt. Es zeigt sich somit, dass die Tabellenwerten der Futtermittel oftmals stark von den tatsächlichen Gehalten der Futtermittel abweichen können.
Ein Luxuskonsum der Schweine ist eine Folge dessen, welche nicht nur erhöhten Nährstoffeintrag in Form von Stickstoff in den gesamtbetrieblichen Prozess deutlich beeinflusst, sondern auch die Wirtschaftlichkeit der Schweinehaltung stark manipuliert und zu geringeren Deckungsbeiträgen führt. Vor allem betriebseigene Futtermittel können hierbei in den Analysewerten stark schwanken. Bedingt durch Unterschiede der Sorten, der Standorteigenschaften aber auch der Düngung kann eine berechnete Ration auf Basis von Standardwerten schnell zu einer starken Abweichung der tatsächlich gefütterten Ration führen.
Das Wissen über die tatsächlichen Inhaltsstoffe der Energiefuttermittel ist somit ein essenzieller Faktor für den betrieblichen Erfolg in der Schweinemast und -zucht. Regelmäßige Analysen der eingesetzten Futtermittel sind somit für eine bedarfsgerechte Fütterung unter Vermeidung von Luxuskonsum unerlässlich. Eine Möglichkeit hierfür bietet die NIR-Amino Analyse von Sano!
Energiefuttermittel Getreide - vorläufige Ergebnisse der Ernte 2024
Quelle der Tabelle: LFL Bayern
Futtermittelqualitäten immer im Blick - NIR Amino + XElements!
Mithilfe der Futtermitteluntersuchung besteht die Möglichkeit einen Überblick über die Inhaltsstoffe und die Qualitäten, über den TS- und den Rohproteingehalt hinaus, zu erhalten. Die Analyse ermöglicht es die unterschiedlichen in der Ration eingesetzten Energie- aber auch Eiweißfuttermittel auf absolute Nährstoffgehalte, ein Aminogramm, die Futterenergie und diverse Mengen- und Spurenelemente zu analysieren. Dies ermöglicht eine Optimierung der gefütterten Rationen auf die Bedürfnisse der Tiere für optimale Leistungen und einen höheren Deckungsbeitrag. Die Vorteile der Analyse sprechen klar für sich.
NIR-Amino Analyse: Sichere Rationsplanung zum Start der neuen Getreideernte
Die NIR-Amino Analyse ist ein hochpräzises, labordiagnostisches Verfahren zur umfassenden Bewertung von Futtermitteln auf Basis der Nah-Infrarot-Reflexionsspektroskopie (NIRS). Mittels Infrarotlicht und auf Grundlage kalibrierter Referenzdaten aus der klassischen Nasschemie erlaubt die Methode eine schnelle, kosteneffiziente und reproduzierbare Bestimmung zentraler Futterinhaltsstoffe. Neben Parametern wie Trockenmasse, Rohprotein, Rohfaser, Rohfett, Zucker und Stärke steht vor allem die detaillierte Analyse der Aminosäurenzusammensetzung im Fokus – differenziert nach essenziellen, semi- und nicht-essenziellen Aminosäuren. Optional können über NIR-Amino + XElements auch Mengen- und Spurenelemente wie Phosphor, Calcium oder Zink mitanalysiert werden.
Besondere Relevanz erhält die NIR-Amino Analyse im Kontext der neuen Getreideernte, deren Einsatz in der Fütterung vieler Betriebe typischerweise ab August beginnt. Gerade hofeigene Getreidechargen unterliegen natürlichen Schwankungen im Rohproteingehalt – bedingt durch Sortenwahl, Düngestrategie, Standortbedingungen und Witterung. Diese Variabilität wirkt sich unmittelbar auf die Nährstoffversorgung und die Rationsausgewogenheit aus. Ohne exakte Kenntnis der tatsächlichen Inhaltsstoffe besteht das Risiko einer Unter- oder Überversorgung, insbesondere im Hinblick auf limitierende Aminosäuren, die für eine effiziente und tiergerechte Fütterung entscheidend sind.
Durch die gezielte Analyse des frisch geernteten Getreides schafft die NIR-Amino Methode eine objektive Datenbasis für eine präzise Rationsgestaltung. So können Schwankungen frühzeitig erkannt, Sicherheitszuschläge reduziert und Futterkosten gesenkt werden – bei gleichzeitiger Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Damit bietet die NIR-Amino Analyse nicht nur eine absichernde Qualitätskontrolle beim Einsatz hofeigener Futtermittel, sondern auch einen wertvollen Beitrag zu einer wirtschaftlichen, nachhaltigen und tiergerechten Fütterung in der neuen Fütterungssaison.
Sie möchten mehr über die NIR-Amino Analyse erfahren und wissen, wie Sie durch gezielte Futterbewertung Ihre Rationsgestaltung und Wirtschaftlichkeit verbessern können?
Dann melden Sie sich gerne bei Ihrer/m persönlichen Sano Fachberater/in.