Erntezeitpunkt beim Mais: Qualität sichern, Leistung steigern
Die Wahl der richtigen Sorte und schließlich der optimale Erntezeitpunkt beeinflussen das Management über Monate hinweg. Sowohl die Silagequalität als auch die Rationszusammensetzung sowie Leistung und Gesundheit der Kühe hängen maßgeblich davon ab.
Da die Standort- und Witterungsbedingungen regional stark variieren, unterscheidet sich auch der ideale Mais-Erntezeitraum je nach Region und Standort. Für einen maximalen qualitativen und quantitativen Ertrag ist es entscheidend, den optimalen Erntezeitpunkt der eigenen Bestände zu bestimmen. Insbesondere hohe Gehalte an verdaulichen Nährstoffen sind entscheidend für die Qualität. Daher ist es empfehlenswert, das Abreifeverhalten der Bestände frühzeitig und kontinuierlich zu beobachten.
Gut informiert die richtige Ernteentscheidung treffen
Ziel ist es, einen möglichst hohen Stärkegehalt mit möglichst hochverdaulicher Faser zu ernten. Viele Maissorten wurden auf diese Merkmale gezüchtet. Der Witterungsverlauf von der Aussaat bis zur Ernte und schließlich der Erntezeitpunkt bestimmen maßgeblich, ob das genetische Potential der Pflanzen ausgeschöpft wird. Die Einschätzung des Trockensubstanzgehaltes (TS) der Gesamtpflanze ist ein zentraler Faktor bei der Ernteplanung. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass Kolben und Restpflanze jeweils etwa 50 % zur Gesamtmasse beitragen. Für eine erste Einschätzung des Erntezeitpunktes kann das digitale Reifeprognosemodell MaisProg vom Deutschen Maiskomitee e.V. genutzt werden. Es bietet einen guten Überblick über den Reifezustand und das voraussichtliche Erntezeitfenster am jeweiligen Standort. Die finale Abschätzung des TS-Gehaltes und die Festlegung des Erntetermins sollte jedoch stets vor Ort im Bestand erfolgen. Eine repräsentative Häckselprobe und Messung des TS-Gehaltes z.B. mit einer Heißluftfritteuse liefert eine präzise Entscheidungshilfe.
Trockenmasseverluste minimieren - Siliererfolg maximieren
Gerade vor dem Hintergrund von Futterknappheit und steigenden Futtermittelpreisen gilt es, Trockenmasseverluste im Silo auf ein Minimum zu reduzieren. Dafür muss der Fermentationsprozess optimal verlaufen und eine hohe aerobe Stabilität nach der Öffnung sichergestellt sein.
Ab einem TS-Gehalt von 32 % empfiehlt sich für einen wirksamen Schutz vor Nacherwärmung der Einsatz von z.B. L. buchneri (Essigsäurebildner), um die aerobe Stabilität der Silage gezielt zu unterstützen. Labacsil® Stabil wurde speziell für diese Situation entwickelt und ist bereits mehrfach mit dem DLG-Gütezeichen der Klasse 2 (Verbesserung aerober Stabilität) ausgezeichnet worden. Durch den Einsatz heterofermentativer Milchsäurebakterien wird sowohl Milch- als auch Essigsäure gebildet. Die Milchsäure sorgt für einen schnellen pH-Wert Abfall, wodurch die gewünschte Fermentation rasch eingeleitet wird. Die Essigsäure wiederum gewährleistet nach dem Öffnen der Silage eine stabile Lagerung ohne Nacherwärmung. So lassen sich Trockenmasse- und Nährstoffverluste vermeiden und die Futteraufnahme steigern.
Informiert auch herausfordernde Erntephasen meistern
Maisbestände unterscheiden sich regional teils erheblich. Im Blogartikel „Den richtigen Erntezeitpunkt wählen: Praxistipps für jeden Bestand“ haben wir Ernteempfehlungen anhand von Beispielen aus der Praxis für Sie zusammengestellt.
Unabhängig vom Erntezeitpunkt ist für eine bedarfsgerechte Fütterung eine CNCPS Analytik unumgänglich.
Vertrauen Sie dabei auf die Expertise unseres Sano-Labors.
Durch die präzise Analyse der Pansenabbaubarkeit einzelner Nährstoffe kann der Futterwert punktgenau bestimmt. Auf diese Weise lässt sich die Ration ideal auf die Lebens- und Leistungsphasen Ihrer Tiere anpassen. Wir unterstützen Sie dabei, das Beste auf Ihrem Maisbestand auf den Futtertisch zu bringen!
Wenden Sie sich dazu gerne an Ihre:n zuständige:n Fachberater:in.